Übrige Verpackungen und Materialien suchen neue Verwendung

Verpackungen werden oft speziell für ein Produkt, eine Marke oder einen Produktionsprozess hergestellt. Ändert sich etwas, bleiben Restbestände zurück. Genau für solche Materialien suchen wir neue Verwendungsmöglichkeiten.


Vor einiger Zeit haben wir dazu aufgerufen, uns überschüssige Verpackungen, Folien und weitere Materialien aus der Lebensmittelbranche zu melden. Die ersten Rückmeldungen sind eingetroffen und zeigen, wie unterschiedlich solche Restbestände sein können.

Von Glasflaschen über Glacebecher und Folien bis zu Holzschalen, Tragekörben und Fässern: Vieles davon ist noch einwandfrei verwendbar, wird im ursprünglichen Betrieb aber nicht mehr benötigt.

Was könnte daraus werden?

Vielleicht passt eine Verpackung genau zu einem anderen Produkt. Vielleicht kann ein Restbestand für eine Kleinserie, einen Testlauf oder ein neues Produkt eingesetzt werden. Oder jemand sieht eine Verwendung, an die bisher noch niemand gedacht hat.

Deshalb machen wir die ersten gemeldeten Materialien hier sichtbar.

Aktuell verfügbar sind:

01 Holzschalen mit Backtrennpapier
– Beschriftung: keine/neutral
– Masse: Höhe 4cm, Breite 13.5cm, Länge: 20cm
– Anzahl: 6000 Stück
– Verpackungseinheit: 450 Holzschalen
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Thurgau
02 Glacebecher und -deckel mit Holzlöffel, Karton mit PLA-Beschichtung
– Beschriftung: keine/neutral
– Füllmenge: 130ml
– Anzahl: 6000 Stück
– Verpackungseinheit: 1000 Stück
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton St. Gallen
03 Glasflaschen Centurio 50cl
– Beschriftung: keine/neutral
– Füllmenge: 500 ml,
– Masse: 228,8mm x 66mm
– Verpackungseinheit: 1492 pro Palette
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Appenzell Innerrhoden
04 Glasflaschen 2cl
– Beschriftung: keine/neutral
– Füllmenge: 2cl
– Masse: 104mm x 27mm
– Anzahl: 10’000 Stück
– Verpackungseinheit: 500 Stück
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Appenzell Innerrhoden
05 Plastikbeutel Klotzboden
– Beschriftung: keine/neutral
– Füllmenge: 50g
– Masse: 80 x 45x 250mm
– Anzahl: 96’000 Stück
– Verpackungseinheit: Karton mit 2000 Stück (50er Bündel)
– Preis pro Verpackungseinheit: CHF 40 bei Abnahme der Gesamtmenge, CHF 60 bei Teilabnahme
– Standort: Kanton Zürich
06 Tragekorb Spandesign
– Beschriftung: neutral/Holzlook
– Füllmenge: 2kg
– Masse: 35,5 x 18 x 14,5 cm
– Anzahl: > 1000 Stück
– Verpackungseinheit: 1100 Stück
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Bern
07 Tragekorb
– Beschriftung: neutral/Holzlook
– Füllmenge: 2kg
– Masse: 26 x 18 x 12 cm
– Anzahl: > 1000 Stück
– Verpackungseinheit: 2340 Stück
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Bern
08 Pappschale für Früchte
– Beschriftung: neutral/Holzlook
– Füllmenge: 2kg
– Masse: 23.5 x 19.5 x 10 cm
– Anzahl: > 1000 Stück
– Verpackungseinheit: 150 Stück
– Preis verhandelbar
– Standort: Kanton Bern
09 Bündelstretchfolie aus PE
– Beschriftung: neutral
– Masse: 100 mm x ca. 150 m / Kernlänge 140 mm
– Anzahl: 360 Rollen
– Verpackungseinheit: Karton an 10 Stück
– Preis pro Verpackungseinheit: CHF 25 (Versand: CHF 8.80 pro Bestellung)
– Standort: Kanton St. Gallen
10 Bündelstretchfolie aus PE
– Beschriftung: neutral / Folie schwarz
– Masse: 100 mm x ca. 150 m / Kernlänge 140 mm
– Anzahl: 89 Rollen
– Verpackungseinheit: Karton an 40 Stück
– Preis pro Verpackungseinheit: CHF 100 (Versand: CHF 8.80 pro Bestellung)
– Standort: Kanton St. Gallen
11 Natureflex-Verpackungsmaterial
– Beschriftung: neutral
– Farbe: silber / glänzende Seite, schweiss- und bedruckbar
– Masse: 980 mm x 1700 Laufmeter
– Anzahl: 100
– Verpackungseinheit: 2 Rollen pro Palette
– Preis pro Verpackungseinheit: verhandelbar
– Standort: Kanton Basel-Landschaft

Etwas entdeckt, das ihr verwenden könnt?

  • Dann meldet euch bei uns (Adrian oder Olivia). Wir bringen euch mit dem jeweiligen Betrieb in Kontakt und klären die nächsten Schritte.
  • Und die Liste darf gerne wachsen: Habt ihr selbst Verpackungen, Folien, Gebinde oder andere Materialien übrig, die noch verwendet werden könnten? Meldet sie uns. Wir nehmen passende Restbestände gerne in die Übersicht auf.
  • Denn bevor etwas entsorgt oder recycelt wird, lohnt sich eine einfache Frage: Kann es jemand anderes noch brauchen?

Gemeinsam ausprobieren und daraus lernen

Mit dieser Übersicht starten wir bewusst als Pilotprojekt. Wir möchten herausfinden, welches Potenzial in der Vermittlung von Verpackungsüberschüssen steckt: Was wird angeboten? Wofür gibt es Nachfrage? Wo funktioniert eine Weiterverwendung – und wo liegen noch Herausforderungen? Die Erkenntnisse daraus möchten wir nutzen, um das Angebot gemeinsam mit den beteiligten Betrieben weiterzuentwickeln.

Die Teilnahme am Pilotprojekt ist kostenlos: Es kostet nichts, überschüssige Verpackungen und Materialien zu melden. Ebenso ist die Anfrage für einen der aufgeführten Restbestände kostenlos. Ob und zu welchen Konditionen die Materialien anschliessend weitergegeben werden, vereinbaren die beteiligten Betriebe direkt miteinander. Das Pilotprojekt entsteht mit Unterstützung von Basel Circular.